Wie Davenger begann, eine Geschichte, die bleiben wollte | Monique Moore

Wie Davenger begann, eine Geschichte, die bleiben wollte

Wie Davenger begann, war mir selbst lange nicht bewusst. Davenger begann nicht an einem Schreibtisch. Nicht mit einem Plan. Und auch nicht mit dem Gedanken, eine Trilogie zu schreiben.

Am Anfang waren da nur Carly und Avery. Nur sie. Nur ihre Geschichte. Nur diese Liebe, die in meinem Kopf plötzlich so vollkommen war, dass sie nicht mehr verschwinden wollte.

Je öfter ich sie erlebte, je weiter ich ihnen folgte, desto mehr wurde daraus. Aus zwei Figuren wurde etwas Größeres. Eine Familie. Ein Zuhause.

Und irgendwann wurde Davenger genau das für mich: ein innerer Ort, in den ich zurückkehren konnte. Ein Raum, der mich auffing und gleichzeitig forderte. Ein Ort, an dem Gefühle nicht erklärt werden mussten, weil sie schon da waren.

In allen Figuren stecken meine Gefühle, meine Erfahrungen, meine Sehnsucht, meine Fragen. Sie sehen die Welt mit meinen Augen. Und ich sehe sie durch sie. Manchmal habe ich das Gefühl, sie sagen Dinge, die ich selbst noch nicht aussprechen konnte.

Davenger begann leise. In den Notizen meines Handys. Mit Sätzen, die einfach da waren und nicht mehr verschwinden wollten.

Ich weiß nicht mehr genau, wann Carly und Avery zum ersten Mal Form annahmen. Ich weiß nur, dass sie sich festgesetzt haben. Nicht als ausgearbeitete Figuren, sondern als Gefühl. Als Spannung. Als etwas Unausgesprochenes, das Raum brauchte.

Damals war mir nicht klar, wohin diese Geschichte führen würde. Ich habe geschrieben, weil ich schreiben musste. Weil es sich richtig anfühlte, diesem Impuls nachzugeben. Davenger war kein Projekt. Es war etwas, das in mir lebte.

Wie viele Geschichten ist auch diese nicht geradlinig entstanden. Es gab Phasen, in denen ich nicht geschrieben habe. Zeiten, in denen Davenger still war. Nicht verschwunden, aber leise. Ich habe gelernt, dass manche Geschichten Pausen brauchen. Nicht, weil sie schwächer sind, sondern weil sie wachsen.

Als ich zu Band 1 zurückkehrte, wusste ich, dass diese Geschichte Zeit verlangt. Nicht nur, um erzählt zu werden, sondern um wahr zu werden. Es folgten mehrere Überarbeitungen. Rewritings. Entscheidungen, etwas noch einmal neu zu denken, zu vertiefen, zu hinterfragen. Nicht aus Perfektionismus, sondern aus Verantwortung gegenüber den Figuren und der Welt, in der sie leben.

Während dieser Phase wartete ich auf Rückmeldungen von Testleserinnen. Länger als geplant. Und statt diese Zeit als Stillstand zu empfinden, begann ich weiterzuschreiben. Nicht am ersten Band, sondern an dem, was folgen wollte. Georgiana und Richard traten in den Vordergrund. Ihre Geschichte begann sich zu entfalten, während Davenger weiter atmete.

So wuchs aus einer einzelnen Idee ein ganzes Universum. Ungeplant und nicht kalkuliert. Schritt für Schritt.

Davenger ist für mich nie nur eine Geschichte gewesen. Es ist ein Raum für Familie, für Zugehörigkeit, für Nähe und Konflikt. Für Liebe, die nicht losgelöst existiert, sondern immer eingebettet ist. In Herkunft, Verantwortung und in Beziehungen, die tragen oder herausfordern.

Vielleicht ist das der Grund, warum Davenger geblieben ist. Weil es mehr war als eine Idee. Es war etwas, das erzählt werden wollte. In seinem eigenen Tempo.

Und ich habe gelernt, diesem Tempo zu vertrauen.

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