Manche Geschichten fließen. Andere verlangen alles.
Warum Band 1 wie von selbst kam, Band 2 mich forderte und Band 3 mir gerade besonders nahegeht
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In diesem Text teile ich meinen Schreibprozess als Autorin und erzähle, warum jede Geschichte der Davenger-Reihe anders entstanden ist.
Manche Geschichten schreiben sich wie ein Versprechen.
Und manche sind ein stiller Kampf zwischen dem, was man fühlt, und dem, was man sich zu zeigen traut.
Band 1 ging mir leicht von der Hand. Er entstand wie von selbst, weil er eine Geschichte erzählt, die meiner Sehnsucht entspricht. Eine Art Wunschvorstellung einer großen Liebe. Ich bin geprägt durch Filme wie Sissi, Angélique und Krieg und Frieden. Dieses Gefühl, dass Liebe nicht klein ist, sondern alles in einem Menschen verändern kann, hat mich dabei begleitet.
Rückblickend war dieser Schreibprozess als Autorin für mich bei Band 1 fast mühelos, weil die Emotion sofort da war.
Warum Band 2 schwieriger war
Band 2 war anders. Georgianas impulsive Art ist am weitesten von mir entfernt. Ich musste sie nicht nur schreiben, ich musste sie verstehen. Ihre Entwicklung hat mir zum Schluss wieder geholfen, eine stärkere emotionale Bindung zu spüren. Als hätte sie mir gezeigt, wie Nähe auch dann entsteht, wenn eine Figur nicht wie man selbst ist.
Nun bin ich mitten in Band 3 und in meinem Schreibprozess
Jetzt schreibe ich Band 3. Cecile. Von allen meinen Protagonistinnen ist sie mir am ähnlichsten. Genau deshalb ist sie für mich die schwierigste und emotionalste Geschichte.
Ich bin ehrlich: Ich tue mich schwer damit, meine Gefühle und meine Erfahrungen offenzulegen. Bisher trugen alle meine Figuren Teile von mir in sich. In Cecile muss ich jedoch zum ersten Mal zu meinen eigenen Emotionen zurückgehen, um ihr Leid nachzuempfinden. Damit lege ich mein ganzes Herz offen. Gerade jetzt merke ich, dass mich das ganz anders fordert und sogar hemmt. Sonst verberge ich viel in Figuren, in Szenen, in Andeutungen. In Ceciles Geschichte geht das nicht mehr, denn sie wird schmerzhaft, teilweise unerfüllt und am Ende hoffentlich etwas Wunderbares sein.
Gerade dieser Schreibprozess als Autorin fordert mich bei Band 3 emotional besonders.
Vielleicht ist das der Punkt, an dem Cecile mich zwingt, mutiger zu sein.
Nicht lauter, nicht dramatischer, sondern wahrhaftiger.
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